Apple lässt „Ei-Pott“ verbieten

Apple hat das mittelständisches, deutsche Unternehmen Koziol wegen dessen Produkt, dem Eierbecher Ei-Pott, verklagt und Recht bekommen.

Verwechslungsgefahr? / Bild: Koziol

Vielleicht haben die Probleme mit seinen Produkten – Antennagate, explodierende iPods, Sicherheitslücken in iOS – Apple doch mehr zugesetzt, als es Steve Jobs zugeben mag. Diesen Eindruck vermittelt zumindest ein gerade beendeter und von Apple angestoßener Gerichtsprozess gegen das deutsche Unternehmen Koziol. Nie gehört?

Kein Wunder, ist Koziol doch auch kein Konkurrent aus dem Silicon Vallley, sondern produziert in erster Linie Küchen- und Büroartikel.

Der Ei-Pott / Bild: Koziol

Aber dennoch hatte Koziol ein Produkt im Angebot, welches Apple offenbar ein gewaltiger Dorn im Auge war: Es geht um den sogenannten Ei-Pott, einen – richtig geraten – Eierbecher.

Apple klagte wegen einer natürlich unbestreitbaren Namensähnlichkeit mit seinem Musikplayer iPod vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht – und bekam Recht. Koziol muss nun den Namen seines Produkts Ei-Potts ändern oder läuft Gefahr mit einem Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 € belegt zu werden. Dazu äußern, weshalb eine dermaßen unsouveräne oder zumindest doch humorlose Umgangsweise mit derartigen Lappalien gepflegt wird, wollte sich Apple bislang nicht.